Advertisements

3 Gedanken zu “Berichte, Rezensionen und mehr @Sinnerfahrung

  1. Rezension eines sehr zu empfehlenden Buches:

    Alt? Was nun? – Noch einmal alles offen…

    Keine Zeit der Verzweiflung, sondern eine Chance, die es zu nutzen gilt.

    So sieht es Cornelia Coenen-Marx und schreibt es in einem 200seitigen Buch mit dem Titel: „Noch einmal alles offen“ nieder. Der Untertitel „Das Geschenk des Älterwerdens“ lässt ahnen, worauf es hinführen soll. Jedoch wird dabei nichts beschönigt, ganz im Gegenteil. Dass die Gesellschaft, die Verantwortlichen in der Politik gerade „die Alten“ vernachlässigt und daran noch einiges unbedingt berichtigt werden sollte, das ist offensichtlich. Coenen-Marx macht dies in ihrem Buch sehr deutlich und es ist gut, es noch einmal so komprimiert zu lesen, obwohl uns vieles davon nicht unbekannt ist. In dieser Bündelung, die die Autorin leistet, werden die Probleme der Zukunft deutlicher. Aber keine Angst, dies Buch macht nicht depressiv. Es lässt uns begreifen, dass wir gerade im Alter eine gute Chance haben, einige unserer Träume zu realisieren. Die Voraussetzungen dafür haben wir. Darauf weist das Buch in einer beeindruckenden Art hin. Wenn wir es in „jungen Jahren“ gehört hätten, wäre uns der Glaube daran schwer gefallen: Die Rückschläge, die wir vielleicht hinnehmen mussten, haben uns in unserem Leben oft weiter gebracht, als die Dinge, die wir geleistet haben und uns vermeintlich weiter gebracht haben. Das ist in diesem guten Buch auf eine kurzweilige Weise nachzulesen. Es macht Mut, dem Älterwerden mit Gelassenheit zu begegnen und sich darauf zu freuen. Lesen Sie dieses Buch! Ich habe mich beim Lesen häufig wiedergefunden und mochte es nicht mehr aus der Hand legen. Mein Bleistift kennzeichnete Stellen, die ich später nochmal nachlesen werde. (geertjens) Geertje Wallasch, alias July Jürgens

    Gefällt 1 Person

  2. Der Titel ist die halbe Miete (Dies ist der erste Beitrag auf meiner Seite)

    Das gilt für Zeitungen, die gekauft werden wollen. Aber auch für mich, das Buch. Und das Cover. Wenn das den suchenden Leser anspricht, werde ich zumindest schon einmal in die Hand genommen. Selbst ein Bild des Autors oder der Autorin, das die Leserschaft mit einem sympathischen Lächeln zum Lesen einlädt, kann eine positive Wirkung erzeugen. Dann werden meine Kollegen und ich sogar gelesen, die nicht gelesen werden wollten.

    Das hat mir der Herr Nachbar im Regal über mir erzählt. Mir ist er ein treuer Freund geworden. Sein richtiger Platz wäre eigentlich neben mir. Dieser schlanke Kerl hat es in sich. Es müssen nicht immer die Dicken sein, die mit Preisen protzen. Unlängst erzählte er mir, dass eine seiner Leserinnen, die ihn zögerlich aufschlug, immer mehr nervte, weil sie beim Umblättern seiner Seiten dauernd stöhnte, sogar mit Wörtern um sich warf, die er gar nicht gerne hörte. Das passte so überhaupt nicht in sein Genre. Und schließlich war er es selbst, der geworfen wurde. In einer Ecke des Zimmers landete er, und er dachte, nun sei es um ihn geschehen. Wenn auch leicht zerfleddert, landete er jedoch wieder ins Regal, diesmal neben mir. Ich versuchte ihn zu stützen und seine umgeknickten Seiten zu glätten. Er war jedoch untröstlich, aber dankbar, dass er nicht in einer Mülltonne gelandet war.

    Nur so rumstehen macht allerdings auch keinen Spaß. Das Geräusch der Blätter, des Blätterns in uns, ist so anheimelnd, Gänsehaut! Wir wollen gestreichelt werden, genutzt werden. Wir wollen gelesen sein. Wir wollen erhellen. Nicht im Dunkeln stehen. Auch wenn wir dadurch nicht mehr so ansehnlich erscheinen, je nachdem wie die Lesenden mit uns umgehen. Das Brechen des Rückens ist fast das Ärgste, was uns passieren kann. Flecken mögen wir jedoch auch nicht. Eselsohren sind Geschmackssache. Notizen sind durchaus erwünscht. Wir haben inspiriert. Zumindest scheinen wir Interesse geweckt zu haben.

    Wenn ich die Wahl hätte, zwischen hübsch und ungelesen im Regal zu stehen oder leicht zerschlissen und abgenutzt zu wirken, durch meine unzähligen Textverfolger, würde ich letzteres eindeutig bevorzugen.

    Ich heiße übrigens: „Die Abgründe des verruchten Niederrheins“. Der Titel ist die halbe Miete.

    © geertjens

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s